- Plastische Chirurgie, Operationen
Vermeiden Sie Überraschungen: 7 häufige Fehler bei der präoperativen Beurteilung
- 5. Januar 2026
- Von Fernando Amato
Nachlässigkeit bei der präoperativen Beurteilung kann den Operationserfolg gefährden — erfahren Sie die 7 häufigsten Fehler und wie Sie diese vermeiden können.
Bei plastischen Operationen oder anderen elektiven chirurgischen Eingriffen spielt die Phase der präoperativen Beurteilung eine entscheidende Rolle für den Erfolg und die Sicherheit. Eine Reihe von Fehlern bei der präoperativen Beurteilung kann nicht nur das ästhetische oder funktionelle Ergebnis beeinträchtigen, sondern auch das Risiko von Komplikationen, Verzögerungen oder Absagen erhöhen. Daher ist es unerlässlich, dass Patient und Ärzteteam aufmerksam sind, zusammenarbeiten und potenzielle Probleme frühzeitig erkennen.
Im Folgenden stelle ich Ihnen die sieben häufigsten Fehler bei der präoperativen Beurteilung vor — jeder mit seiner Erklärung, seinen Konsequenzen und Empfehlungen zur Vorbeugung.
⚠️ Fehler 1: Unvollständige oder oberflächliche Anamnese
Eine präoperative Beurteilung sollte daher eine vollständige Anamnese umfassen: frühere Krankheiten, Medikamenteneinnahme, Allergien, Rauchen, Alkoholkonsum, Gerinnungsstörungen, Anästhesieanamnese und vieles mehr.
Wird dieser Schritt vernachlässigt oder oberflächlich durchgeführt, ergeben sich folgende Risiken:
- Überraschungen während der Anästhesie oder intraoperativ (z. B. allergische Reaktionen).
- Nicht optimierte Krankheiten (Hypertonie, Diabetes, Adipositas).
- Mangelnde spezifische Vorbereitung (Absetzen von Antikoagulanzien, Anpassung von Medikamenten).
Empfehlung: Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Chirurgen: Informieren Sie alles — einschließlich Dauermedikamente, Nahrungsergänzungsmittel, Lebensgewohnheiten. Vergewissern Sie sich, dass die Anamnese tatsächlich überprüft wurde.
⚠️ Fehler 2: Wenig umfassende oder unzureichende körperliche Untersuchung
Nach der Anamnese sollte die körperliche Untersuchung das Herzkreislauf- und Atmungssystem, den Ernährungszustand, die Nieren-/Leberfunktion, die Atemwege (bei Vollnarkose) usw. beurteilen.
Häufige Fehler:
- Nichtbewertung der Atemwege (Risiko einer schwierigen Intubation).
- Ignorieren von Anzeichen einer Herzinsuffizienz oder einer verborgenen Lungenerkrankung.
- Nicht erkennen von Gebrechlichkeit oder Unterernährung, was die Genesung beeinträchtigt.
Empfehlung: Fragen Sie, ob der Chirurg oder Anästhesist diese Systeme beurteilt hat. Wenn Sie eine Vorgeschichte von „Müdigkeit beim Treppensteigen“, „starkem Schnarchen“, „Atemproblemen“ haben, erwähnen Sie dies explizit.
⚠️ Fehler 3: Unnötige oder schlecht zielgerichtete Laboruntersuchungen/Tests
Es gibt zwei problematische Extreme: (a) die Anforderung vieler unnötiger Untersuchungen bei einem gesunden Patienten — was zu falsch positiven Ergebnissen führt — und (b) das Versäumnis, relevante Untersuchungen bei Patienten mit Komorbiditäten anzufordern. Studien zeigen jedoch, dass viele präoperative Tests ohne ausreichende wissenschaftliche Begründung durchgeführt werden.
Konsequenzen:
- Zusätzliche Kosten.
- Falsch positive Ergebnisse, die zu Verzögerungen führen.
- Fehlende kritische Untersuchungen, die ein erhöhtes Risiko aufdecken würden.
Empfehlung: Fragen Sie daher, ob die Untersuchungen „nach Maß“ für Ihren Fall oder routinemäßig durchgeführt wurden. Ein gesunder Patient ohne Komorbiditäten benötigt kein vollständiges, tiefgehendes Panel.
⚠️ Fehler 4: Unterschätzung des physiologischen oder funktionellen Risikos
Es reicht nicht aus, nur das „Alter“ oder die „Krankheit“ zu beurteilen: Es ist wichtig, die funktionelle Kapazität (z. B. „können Sie zwei Treppenabsätze ohne Pause steigen?“) und die mit dem Eingriff verbundene Risikobelastung abzuschätzen.
Fehler:
- „Der Patient scheint in Ordnung zu sein, also wird alles glattgehen“ — wenn unerkannten Einschränkungen vorliegen.
- Keine Verwendung von Indizes oder Klassifikationen, die helfen, Komplikationen vorherzusagen.
Empfehlung: Fragen Sie daher nach den verwendeten Risikobewertungsinstrumenten (z. B. ASA-Skala, Belastungstest, Lungenbeurteilung). Wenn Ihre funktionelle Kapazität reduziert ist, sollten Sie eine vorherige Optimierung in Betracht ziehen.
⚠️ Fehler 5: Versäumnis, Komorbiditäten vor der Operation zu optimieren
Das Vorhandensein einer Krankheit wie Diabetes, Hypertonie, Adipositas, Nieren- oder Leberfunktionsstörung erfordert eine Optimierung vor dem Eingriff.
Häufiger Fehler: Planung einer Operation mit instabiler Komorbidität. Ergebnis: erhöhtes Risiko, verzögerte Heilung, Infektionen.
Empfehlung: Überprüfen Sie daher, ob der Arzt eine angemessene Kontrolle von Blutzucker, Blutdruck und Organfunktionen empfohlen und ob er eine Verschiebung oder Anpassung der Operation in Betracht gezogen hat, bis diese Bedingungen unter Kontrolle sind.
⚠️ Fehler 6: Vernachlässigung von Lebensstilfaktoren und postoperativer Unterstützung
Die präoperative Beurteilung beschränkt sich nicht nur auf Untersuchungen. Aspekte wie Rauchen, Alkoholkonsum, Ernährung, familiäre Unterstützung und Einhaltung der postoperativen Maßnahmen sind entscheidend. Studien zeigen, dass Rauchen beispielsweise die Wundheilung beeinträchtigt und das Thromboserisiko erhöht.
Fehler:
- Nicht rechtzeitige Beratung zum Rauchstopp.
- Ignorieren von Übergewicht oder Unterernährung.
- Nicht beurteilen, ob der Patient zu Hause Unterstützung für die postoperative Versorgung hat.
Empfehlung: Fragen Sie explizit nach der Vorbereitung des Lebensstils: Raucherentwöhnung, bessere Ernährung, Mobilität, familiäre Unterstützung. Vergewissern Sie sich, dass das Team dies besprochen hat.
⚠️ Fehler 7: Mangelnde Kommunikation und vollständige informierte Einwilligung
Die präoperative Beurteilung umfasst auch den Dialog zwischen Team und Patient — Risiken, Vorteile, Alternativen und der geplante Ablauf des Eingriffs. Wenn dies mangelhaft ist, ist der Patient möglicherweise nicht wirklich vorbereitet.
Fehler:
- Der Patient versteht nicht vollständig, was vorgeschlagen wird.
- Es wird nicht über die Notwendigkeit einer Verschiebung informiert, wenn die Bedingungen nicht optimiert sind.
- Mangelnde Klarheit über das, was intra- und postoperativ geschieht.
Empfehlung: Fordern Sie eine Konsultation an, bei der alle Risiken erläutert werden, fragen Sie: „Was passiert, wenn mein Blutdruck/Glukose nicht in Ordnung ist?“ und stellen Sie sicher, dass Ihre Zustimmung informiert ist.
🧭 Fazit & CTA
Die präoperative Beurteilung ist die Grundlage für eine sichere Operation und ein zufriedenstellendes Ergebnis. Die oben genannten „Fehler bei der präoperativen Beurteilung“ sind mit Vorbereitung, Dialog und Aufmerksamkeit vermeidbar.
Wenn Sie einen Eingriff in Erwägung ziehen — sei es eine Fettabsaugung, Bauchdeckenstraffung, Brustvergrößerung oder ein anderer — stellen Sie sicher, dass Ihre präoperative Beurteilung vollständig ist.
👉 Vereinbaren Sie einen Termin mit Ihrem Chirurgen oder Anästhesisten, um jeden Punkt der Beurteilung sorgfältig zu überprüfen. Die Sicherheit und das Ergebnis hängen von dieser Vorbereitung ab.
📽️ Video
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