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Erfahren Sie, was Fake News in der plastischen Chirurgie sind
- 27. Juni 2021
- Von Fernando Amato
Dass Fake News viel größere Verbreitung finden als echte Nachrichten, wissen alle. Aber wenn sie den Gesundheitsbereich betreffen, können die Schäden noch gefährlicher sein.
Unten erzähle ich, was in dieser Spezialität wahr und was falsch ist:
- Die plastische Chirurgie ist für jeden geeignet.
Falsch! Es ist notwendig, den körperlichen und psychischen Gesundheitszustand des Patienten zu analysieren. Chronische Komorbiditäten können, wenn sie nicht kontrolliert werden, ein Hindernis darstellen.
- Es ist möglich, plastische Chirurgie zusammen mit bariatrischer Chirurgie durchzuführen.
Fake News! Bei Personen, die sich einer bariatrischen Operation unterzogen haben, wird empfohlen, die Bauchdeckenstraffung erst durchzuführen, wenn das Gewicht sechs Monate lang stabil ist, was normalerweise zwei Jahre nach der bariatrischen Operation der Fall ist.
Eine Bauchdeckenstraffung, die angezeigt ist, wenn ein Überschuss an Haut und Fett in dieser Region vorhanden ist, ist viel mehr als nur das Dehnen des Bauches; die Operation kann gleichzeitig mit Korrekturen von Bauchwandhernien und der Behandlung der geraden Bauchmuskulatur (Diastase) durchgeführt werden.
- Wer sich einer plastischen Operation unterzieht, darf rauchen.
Fake News! Raucher sollten mindestens vier Wochen vor dem Eingriff mit dem Rauchen aufhören, da dies die Durchblutung beeinträchtigt und das Risiko von Komplikationen erhöht.
- Der Kompressionsgürtel ist bei jeder plastischen Operation am Bauch obligatorisch.
Fake News! Der Kompressionsgürtel ist nicht obligatorisch, gehört aber zur Empfehlung der meisten plastischen Chirurgen.
- Neben dem Fett beseitigt die Fettabsaugung auch Cellulite.
Falsch. Bei schlaffer Haut und Cellulite, wie bei bariatrischen Operationen, kann es sogar zu einer Verschlechterung des Zustands kommen.
- Dehnungsstreifen können mit einer Bauchdeckenstraffung verschwinden.
Wahr. Die Dehnungsstreifen, die sich im Bereich der zu entfernenden Haut befinden, werden mit der Operation entfernt, aber das Entstehen neuer Dehnungsstreifen wird dadurch nicht verhindert.
- Frauen, die Brustimplantate haben, können nicht stillen.
NORMALERWEISE beeinträchtigt es nicht. Das liegt daran, dass das Implantat unter der Brustdrüse oder sogar unter der Brustmuskulatur liegt. Während des Einsetzens kommt es kaum zu einem Trauma der Brustdrüse.
*Dr. Fernando Amato ist plastischer Chirurg, ordentliches Mitglied der brasilianischen Gesellschaft für plastische Chirurgie, Mitglied der International Society of Aesthetic Plastic Surgery (ISAPS) und der American Society of Plastic Surgeons (ASPS).
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