Die Brüste repräsentieren viel mehr als nur das Stillorgan, sie sind ein Symbol weiblicher Sinnlichkeit und spielen eine grundlegende Rolle für die Ästhetik des weiblichen Körpers. Aus diesem Grund werden ästhetische Brustoperationen immer häufiger durchgeführt und gehören zu den am häufigsten durchgeführten plastischen Operationen in Brasilien und weltweit, insbesondere bei jüngeren Frauen, einem Alter, in dem Patientinnen oft keine Familienplanung haben und auch nicht hinterfragen, ob es zu Beeinträchtigungen beim Stillen kommen wird.
Aber kann die Brustprothese tatsächlich Interferenzen verursachen? Was sollte man bei einer Brustoperation beachten?
Zunächst müssen wir wissen, welche die wichtigsten Brustoperationen sind:
1- Brustvergrößerung mit Silikonimplantat, besser bekannt als Silikonprothese
2- Mammareduktionsplastik, eine Operation zur Verkleinerung des Brustvolumens
3- Mastopexie, die aus der Repositionierung der Areola besteht und mit oder ohne Platzierung eines Brustimplantats verbunden sein kann.
Sowie die verwendeten Schnitte:
1- Brustfalte
2- axillär
3- periareolär (um die Brustwarze herum)
4- vertikal
5- in Form eines umgedrehten T
6- in Form eines L
Aber warum?
Grundsätzlich beeinträchtigen Operationen, die keine Schnitte in der Brustdrüse beinhalten, das Stillen in der Regel nicht, wie zum Beispiel bei einer Brustvergrößerung (Brustprothese) mit Zugang (Schnitt) in der Brustfalte, wobei die Prothese hinter der Drüse platziert wird.
Je mehr Schnitte jedoch während der Operation gemacht werden, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass eine Narbenbildung der Drüse eine zukünftige Stillzeit beeinträchtigen kann. Und wenn wir sagen „kann“, dann deshalb, weil die Wahrscheinlichkeit einer Beeinträchtigung oft gering ist.
Wir müssen berücksichtigen, dass viele Frauen aus anderen Gründen das Stillen aufgeben, auch ohne Brustoperation, genauso wie es üblich ist, dass Patientinnen, die eine Brustoperation hatten, ohne Schwierigkeiten stillen können.
Das Wichtigste ist immer, mit dem Arzt über die bestehenden Risiken zu sprechen und zu verstehen, welche Methode bei der Operation angewendet wird. So können Entscheidungen getroffen werden, die keine zukünftigen Reue mit sich bringen.
*Dr. Fernando Amato ist Facharzt für plastische Chirurgie, Mitglied der brasilianischen Gesellschaft für plastische Chirurgie, Mitglied der Internationalen Gesellschaft für Ästhetisch-Plastische Chirurgie (ISAPS) und der Amerikanischen Gesellschaft der Plastischen Chirurgen (ASPS).
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